PCF80-PL508 Amp

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Röhren-NF-Verstärker mit günstigen P-Röhren



Röhren-NF-Verstärker mit günstigen P-Röhren


PCF80-PL508

von Andreas Kirschner

Die Idee zu diesem Verstärker kam mir eigentlich, weil auch schon einige Versuche mit PL500 und PL504 gute Ergebnisse lieferten. Besonders viele Fans scheinen diese Röhren bei NF-Anwendungen nicht zu haben. Kaum zu glauben, denn das Ergebnis ist wirklich überzeugend und macht gewaltig Spaß.

Ein erster Prototyp entstand mit einer EF80 in der Vorstufe zunächst nach dem Schaltplan von Manfred Werner
(http://www.roehrensockel.de/stereo_a_pl508.htm). Hat auf Anhieb gut funktioniert und wurde nur in Details an meinen persönlichen Hörgeschmack angepasst.
Mit den kleinen, damals vorhandenen, Übertragern(Monacor 100V) war auch eine Gegenkopplung mit 15kOhm notwendig. Der Umstieg auf die Tubeland-EL84-Übertrager machte die Gegenkopplung überflüssig und der Verstärker wurde in folgender Konfiguration betrieben:

ACHTUNG!!! Wir weisen bei allen Projekten auf der Hohen Betriebspannung hin! Die Zwischen 250V und 5 KV !!! liegen können je nach projekt und beim falschen Umgang LEBENSGEFÄHRLICH Sind. der Nachbau hier beschriebenen Geräte ist auf eigende verantworung durchzuführen. Weder die Autoren noch der Homepage Betreiber übernimmt Hafung für fahrlässigkeiten oder für fehler die in den veröffendlichten Schaltungen sich / erschlichen haben die verantwortung. und das Risiko liegt alleine bei der Person die eine Schaltung nachhbaut. fundierte Kenntnisse der Elektronik und der elektrischen Sicherheit sind unabdingbar. Der nachbau ist nur für Private personen gestattet. Für eine gewerbliche nutzung sind die jeweiligen Autoren um Einverständnis Schriftlich zu fragen!


(Kopieren und abspeichern für vollauflösung !)

Die EF80 hatte hier aber den Nachteil, daß diese Röhre extrem empfindlich auf Erschütterungen etc. reagiert. Es lag nahe diese durch die PCF80 zu ersetzen, die Pentode ist von den Werten her identisch (bis auf die Heizung natürlich) und aus der Triode kann man noch einen schönen Kathodenfolger machen, einfach nicht benutzen wäre ja unanständig.

Entstanden ist dabei die folgende Schaltung


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hier noch das Netzteil:
der vorhandene Trafo liefert 185Volt und 13,5Volt. Für die Anodenspannung war also gesorgt. Ebenso nach Gleichrichtung für die Versorgung der beiden Vorstufenröhren.
Die gelieferte Spannnung von 18Volt passt perfekt für eine Serienheizung der PCF80 (9V, 300mA pro Röhre).

 

 

 



Da die Endröhren auch noch nach Heizstrom verlangen, muß hier noch ein kleiner Printtrafo mit 2x9V/1A herhalten. Über eine Verdopplerschaltung und die Stabilisierung mit hochgelegtem Spannungsregler erhalte ich exakt 35V für die beiden PL508.
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Ein paar Bilder vom Entstehungsprozeß:

Das Erscheinungsbild sollte bewußt mal nicht symmetrisch sein. Im Grunde hat es natürlich fast alles schon mal gegeben, aber einige Bauformen öfter als andere....
Die Abdeckhaube des Netztrafos hat eine Schicht aus Acrylglas eingeklebt, hier werden vielleicht noch LED´s integriert, die dann signalisieren: ich bin eingeschaltet.

Auf der rechten Gehäuseseite ist noch Platz für Erweiterungen. Ich habe hier eventuell noch an eine PM84 als Pegelanzeige gedacht.
Der momentane Stand ist also mehr als Zwischenstation zu sehen... aber zunächst wird erstmal ein wenig Musik damit gehört. Der Verstärker verträgt sich übrigens ganz hervorragend mit einem Paar Lautsprecherboxen die mit Saba-Breitbändern bestückt sind und mir von einem Freund geschenkt wurden. Deren Nußbaumgehäuse werden gerade noch neu lackiert und mit optisch ansprechenden Abdeckrahmen bestückt.

Sollte sonst noch jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Röhrenbestückung gemacht haben oder Anregungen/Kritik loswerden wollen, bin ich an einer Kontaktaufnahme durchaus interessiert.

Zunächst einmal wünsche ich aber allen Röhrenbastlern viel Spaß bei Ihren eigenen Projekten.

Andreas Kirschner

akirschner@andreaskirschner,de